Unser Konzept

Im Gegensatz zu vielen Kindergärten mit ihren offenen Gruppen und freien Esszeiten bleiben wir den festen Gruppen treu, um eine Überforderungssituation erst gar nicht aufkommen zu lassen. Unsere Kindergruppen haben höchstens 25 Kinder und das genügt vollauf, um Freude und Freunde zu finden.

Jeden Tag bereiten wir gemeinsam die Mahlzeiten zu und essen sie auch gemeinsam. Heimisch werden Kinder nur in einer kindgerechten Atmosphäre. Wenn morgens die Kinder in die Gruppe kommen, finden sie ein Stück Zuhause vor.

Wir betrachten unseren Kindergarten als eine Oase des Lebens, einen Quell der Freude, einen Ort der menschlichen Begegnung und der Möglichkeit der individuellen Entwicklung und der positiven Erfahrung einer Gemeinschaft, die ihr Interesse zum Wohle des Kindes tatkräftig bekundet.

Wir schaffen Grundlagen für das Selbstbewusstsein, die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortung der Kinder, um sie für die Anforderungen des späteren Lebens zu rüsten.

All unser Streben und Bemühen um das Wohl der uns anvertrauten Kinder beruht auf der anthroposophisch orientierten Menschenkunde von Rudolf Steiner.

Mit unserem Kindergarten möchten wir einen aktiven Schutz der Kindheit in unserer Gesellschaft leisten.

In unseren Kindergartengruppen sind Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren.

Die Schwerpunkte in den verschiedenen Kindergartenjahren:

Das erste Kindergartenjahr

Im ersten Jahr darf das Kind in aller Ruhe bei uns ankommen und seinen Platz in der Gruppe finden. Es macht selbstverständlich alle Tätigkeiten entsprechend seines Alters mit.

Wichtig sind folgende Fragen: Wer bist Du? Für was interessierst Du dich? Was können wir für Dich tun?

Neben den alltäglichen Arbeiten im Kindergarten, die die Kinder jeden Alters gemeinsam ausführen, lernen die Kleinen verschiedenste Tätigkeiten kennen, welche im zweiten Jahr vertieft werden.

Das zweite Kindergartenjahr

Im zweiten Kindergartenjahr hat sich das Kind schon die eine oder andere Fähigkeit erworben. So macht es viele Tätigkeiten selbstständiger. Der Erwachsene ist immer dabei und gibt, wenn es notwendig ist, Hilfestellung.

Tätigkeiten im ersten und zweiten Jahr: Sammeln und Sortieren von Früchten, Getreide dreschen und in einer Handmühle mahlen, Kordel drehen, Zwerge nähen, aus Naturmaterialien Mäuse, Männchen oder Ketten herstellen, Kerzen ziehen, Plastizieren mit Bienenwachs, Schneemänner aus Wolle herstellen, Schneidearbeiten, Faltarbeiten, Filzen, mit Perlen arbeiten, Wollvögel herstellen, Stöcke schälen.

Das dritte Kindergartenjahr

Das letzte Kindergartenjahr ist geprägt durch das Einüben konkreter Fähigkeiten, welche die Voraussetzungen sind für das Lesen, Schreiben und Rechnen. Dazu gehören: Holzarbeiten wie Sägen, Raspeln, Feilen, Schleifen, Näharbeiten (genaues Arbeiten), Plastizieren mit Bienenwachs, Umgang mit der Schere, Faltarbeiten, Weben, Flechten, Üben von kleinen Melodien auf der Kinderharfe, Herstellen von einfachen Stehpuppen für ein Puppenspiel, Erlernen und Vorspielen eines Puppenspiels.